Vergewaltigung in Schumacher-Villa: Australischer Rennfahrer unter Verdacht

17. Oktober 2025

In der Schweiz sorgt ein brisanter Fall für Aufsehen: In der Schumacher Villa in Gland soll ein australischer Rennfahrer eine Krankenpflegerin von Michael Schumacher vergewaltigt haben. Die Familie Schumacher betont, mit dem Fall nichts zu tun zu haben – sie sei weder in die Ermittlungen noch in das Verfahren eingebunden.

Tatverdacht gegen Freund von Mick Schumacher

Wie die Schweizer Zeitung 24 Heures berichtet, handelt es sich bei dem Angeklagten um Joey M., einen früheren Freund von Mick Schumacher. Laut Anklageschrift soll die Tat im Jahr 2019 passiert sein. Der Prozess im Kanton Waadt sollte diese Woche starten, doch der Australier erschien nicht. Seine Anwältin erklärte, er habe „familiäre Sorgen“ in Sydney. Das Verfahren wurde auf unbestimmte Zeit vertagt.

Eigene Zimmer in der Villa – und ein folgenschwerer Abend

Laut Staatsanwaltschaft übernachteten sowohl Joey M. als auch die Pflegerin Najia B. regelmäßig in der Schumacher Villa, jeweils in getrennten Zimmern. Zwischen den beiden habe es laut M. eine freundschaftliche Beziehung gegeben, einmal sogar einen Kuss in einem Genfer Club.

Am Abend des 23. November 2019 soll es dann zur Tat gekommen sein: Nach Dienstende habe Najia B. mit Joey M. und zwei weiteren Angestellten Billard gespielt und große Mengen Wodka mit Energydrink konsumiert. Schließlich sei sie so betrunken gewesen, dass sie nicht mehr stehen konnte.

Zwei Männer hätten sie daraufhin ins Bett gebracht – später soll Joey M. zurückgekehrt sein und die wehrlose Frau vergewaltigt haben. Als sie am nächsten Morgen aufwachte, habe sie Blutspuren entdeckt und über Schmerzen geklagt.

Verdächtige SMS und späte Anzeige

Nach dem Vorfall tauschten die beiden Nachrichten aus, in denen sich Joey M. laut Ermittlern selbst belastete. Aus Angst um ihren Job schwieg die Krankenschwester zunächst. Erst zwei Jahre später erstattete sie Anzeige und reichte eine Zivilklage ein.

Kurz vor der Anzeige war Joey M. erneut in der Villa – danach verlor Najia B. ihre Anstellung, obwohl sie zuvor als zuverlässig galt.

Bis zu zehn Jahre Haft bei Verurteilung

Bei einer Verurteilung drohen Joey M. bis zu zehn Jahre Haft. Der nächste Prozesstermin ist noch offen, frühestens 2026.

Brisant: Najia B. spielte auch im Schumacher-Erpressungsfall eine Rolle. Damals hatte ein Ex-Sicherheitsmitarbeiter versucht, mit einer gestohlenen Krankenakte Geld zu erpressen. In dem Prozess behauptete der Hauptangeklagte, die Pflegerin habe ihm die Daten gegeben – angeblich als Rache für die mutmaßliche Vergewaltigung. Beweise dafür gibt es nicht.

Familie Schumacher bleibt außen vor

Die Familie Schumacher ist laut Justiz weder Zeugin noch Beschuldigte. Die Villa diente lediglich als Ort, an dem Pflegekräfte und Freunde untergebracht waren.

Ob Joey M. sich eines Tages vor Gericht verantworten muss, bleibt offen. Bis dahin gilt – wie immer – die Unschuldsvermutung.

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